
Jeder Mensch hat seine eigene Stimme – und manchmal braucht sie besondere Unterstützung.
Ob bei Stottern, Hörverlust, Stimmproblemen oder neurologischen Erkrankungen: Jede Herausforderung in der Kommunikation verdient individuelle Aufmerksamkeit. Wir unterstützen Sie bei allen logopädischen Themen – von Wortfindungsstörungen über Schluckbeschwerden bis hin zu Mehrsprachigkeit oder Gesichtslähmungen.
Erfahren Sie mehr über unsere Spezialisierungen und wie wir Sie gezielt begleiten können.
Spezialisierungen:
Stottern
Wenn das Sprechen stockt
Viele Kinder geraten in bestimmten Entwicklungsphasen beim Sprechen ins Stocken – oft ist das vorübergehend und unbedenklich. Wenn jedoch deutliche Wiederholungen, Blockierungen oder Dehnungen auftreten – begleitet von Unruhe, Mitbewegungen oder Sprechangst –, kann eine logopädische Abklärung sinnvoll sein.
Etwa 5 % aller Kinder beginnen im Verlauf ihrer Entwicklung zu stottern. Während sich das bei vielen wieder legt, bleibt es bei anderen bestehen oder wird zur Belastung. Dann kann eine gezielte Therapie helfen, Unsicherheiten abzubauen und das Sprechen wieder leichter zu machen.
Wie wir arbeiten
In unserer Praxis schaffen wir eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der Druck abgebaut und Sprechfreude wieder aufgebaut werden kann. Eltern werden eng einbezogen, erhalten alltagstaugliche Hinweise – und lernen, wie sie ihr Kind gezielt und liebevoll unterstützen können. Die Therapie erfolgt individuell, spielerisch und achtsam – auf Augenhöhe mit dem Kind.
Wichtig zu wissen
Stottern ist keine psychische Störung und entsteht nicht durch Erziehungsfehler. Es hat überwiegend neurologische Ursachen. Wie sich Stottern entwickelt, ist individuell – umso wichtiger ist eine frühzeitige, einfühlsame Begleitung.
Unsere Spezialisierung in der Stottertherapie
Langjährige Erfahrung in der Arbeit mit stotternden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Zusatzqualifikationen in:
- Lidcombe-Programm (für Kinder im Vorschulalter)
- Stottermodifikation nach Charles Van Riper (für Jugendliche & Erwachsene)
- Ergänzende Verfahren aus der systemischen und hypnotherapeutischen Arbeit
Sprachanbahnung bei Kleinkindern / Late Talker
Wenn die Worte auf sich warten lassen
Nicht alle Kinder beginnen zur gleichen Zeit zu sprechen. Manche entwickeln sich in allen anderen Bereichen altersgerecht – aber der Sprachbeginn verzögert sich deutlich. Diese Kinder bezeichnet man als „Late Talker“. Ein typisches Merkmal: Mit zwei Jahren sprechen sie weniger als 50 Wörter und bilden keine Zweiwortsätze wie „Mama Ball“. Stattdessen zeigen sie auf Dinge oder benutzen Laute und Gesten, um sich mitzuteilen.
Das kann verunsichern: Müssen wir einfach abwarten – oder ist frühe Unterstützung sinnvoll? Genau hier setzen wir an: Mit fundierter Diagnostik, ehrlicher Einschätzung und gezielter sprachlicher Förderung.
Wichtig zu wissen
Eine verzögerte Sprachentwicklung ist kein Erziehungsfehler – und hat nichts mit Faulheit zu tun. Häufig liegt eine familiäre Veranlagung vor. Auch Mehrsprachigkeit ist kein Grund für das späte Sprechen. Rund 15 % aller Kinder sprechen im Alter von zwei Jahren weniger als erwartet. Ein Drittel davon holt den Rückstand später auf („Late Bloomer“), doch bei zwei Dritteln bleibt die Verzögerung bestehen – oft verbunden mit Artikulationsproblemen, Satzbaustörungen oder Schwierigkeiten beim Textverständnis.
Frühe logopädische Unterstützung kann helfen, Folgeschwierigkeiten zu vermeiden. Besonders dann, wenn die sprachliche Verzögerung über das dritte Lebensjahr hinaus anhält.
Wann eine logopädische Abklärung sinnvoll ist
- Ihr Kind spricht mit 24 Monaten weniger als 50 Wörter oder bildet keine Zweiwortsätze
- Neue Wörter kommen nur sehr langsam hinzu
- Laute werden ausgelassen oder undeutlich gesprochen (z. B. „And“ statt „Sand“)
- Sprachverständnis, Wortschatz oder Lautbildung wirken auffällig
- Sie möchten sich einfach absichern oder haben ein ungutes Gefühl
Ein Hinweisgeber kann auch die U7-Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt sein. Bei Auffälligkeiten wird häufig eine Hörprüfung veranlasst – denn gutes Hören ist entscheidend für die Sprachentwicklung.
Wie wir arbeiten
Wir nehmen uns Zeit für eine einfühlsame und sorgfältige Einschätzung. Auf dieser Basis besprechen wir gemeinsam, ob logopädische Unterstützung sinnvoll ist – und wie Sie Ihr Kind im Alltag gezielt fördern können. In der Therapie vermitteln wir Inhalte spielerisch, alltagsnah und liebevoll – ohne Druck, aber mit klaren sprachlichen Impulsen. Eltern werden aktiv einbezogen und erhalten Anregungen, um das Sprechen zu Hause auf natürliche Weise anzuregen.
Unsere Zusatzqualifikationen in diesem Bereich
- Sprachanbahnung nach Zollinger (Barbara Zollinger, 1998)
- Hypnotherapie und systemische Therapie im Kinder- und Jugendbereich (1999)
- Sprachförderung Deutsch – Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit, München (2006)
Frühe Hilfe – klug eingesetzt
Je früher eine gezielte Unterstützung beginnt, desto besser sind die Chancen, eine schwere Sprachentwicklungsstörung zu verhindern. Denn Sprache ist die Grundlage für Teilhabe, Lernen – und das Selbstvertrauen, sich mitzuteilen.
Hörtherapie bei Hörgerät & Cochlea-Implantat
Hören neu erleben
Ein Hörgerät oder ein Cochlea-Implantat kann ein großer Schritt sein – aber der Weg zurück in einen vertrauten Höralltag ist oft nicht selbstverständlich. Plötzlich klingt alles anders: Stimmen, Geräusche, Musik. Viele Betroffene empfinden das Hören zunächst als ungewohnt, teils sogar als anstrengend oder irritierend.
In unserer Praxis finden Sie Unterstützung, wenn genau dieser Neuanfang im Hören bevorsteht – ob bei Kindern oder Erwachsenen. Wir begleiten Sie dabei, die neue Hörwelt Schritt für Schritt kennenzulernen und alltagstauglich zu integrieren. Dabei geht es nicht nur um Technik – sondern um Lebensqualität, Sicherheit und Teilhabe.
Wobei wir helfen können:
- Wenn das Richtungshören noch schwerfällt
- Wenn Gespräche in geräuschvoller Umgebung überfordern
- Wenn ähnlich klingende Wörter verwechselt werden
- Wenn Unsicherheit im Straßenverkehr besteht
- Wenn Sie (wieder) Freude an Musik oder klanglicher Vielfalt gewinnen möchten
Was Sie bei uns erwartet:
- Individuelle Beratung zu Ihren aktuellen Höreindrücken
- Entwicklung persönlicher Hörziele
- Übungen zur Hörwahrnehmung & zum Hörverstehen
- Strategien zum Umgang mit Hörnebengeräuschen (z. B. Tinnitus)
- Eine Begleitung, die sich an Ihren Alltag und Ihre Bedürfnisse anpasst
Unser Ziel ist es, dass Sie sich wieder sicher und wohlfühlen beim Hören – im Gespräch, im Straßenverkehr oder beim Musikgenuss. Der Therapieprozess orientiert sich dabei stets an Ihrem individuellen Tempo.
Zusatzqualifikationen in der Hörtherapie:
- Hörtherapie bei Cochlea-Implantaten (Sächsisches CI-Zentrum, Steffi Heinemann, 2017)
- Auditives Wahrnehmungstraining bei Kindern (Prof. Dr. Nomina Lauer, 2003)
- Tinnitus & Hörnebengeräusche – Hypnotherapie & Entspannungstechniken (MEG Rottweil, HSI Heidelberg)
- Manuelle Techniken zur Stimm- und Hörwahrnehmung (u. a. bei Jacob Liebermann)
Stimmtherapie & Sprechtraining
Wenn die Stimme nicht (mehr) trägt
Unsere Stimme ist ein zentrales Ausdrucksmittel – im Beruf, im sozialen Miteinander und in der persönlichen Identität. Wenn sie heiser, kraftlos oder brüchig wird, kann das belastend sein.
In unserer Praxis unterstützen wir Menschen mit funktionellen oder organischen Stimmstörungen – ebenso wie jene, die ihre stimmliche Präsenz im Beruf verbessern möchten, etwa als Lehrkraft, Sprecher:in oder Sänger:in. Auch bei neurologisch bedingten Stimmveränderungen oder bei einer Stimmanpassung im Rahmen einer Geschlechtsangleichung stehen wir beratend und therapeutisch zur Seite.
Was wir gemeinsam erreichen möchten:
- Mehr Leichtigkeit, Belastbarkeit und Klangfülle in der Stimme
- Bewusstere Wahrnehmung von Atem, Resonanz und Artikulation
- Einen sicheren, stimmigen Ausdruck im Alltag oder auf der Bühne
Wann Stimmtherapie oder Sprechtraining sinnvoll ist:
- Anhaltende Heiserkeit, eingeschränkte Belastbarkeit
- Organische Ursachen (z. B. Stimmlippenknötchen, Lähmung, Reflux)
- Stimmveränderungen bei neurologischen Erkrankungen
- Stimmliche Beanspruchung im Beruf
- Stimmanpassung bei Transidentität
Unsere Zusatzqualifikationen in der Stimmtherapie:
- Fortbildungen bei Eva Loschky, Prof. Issa, J. Liebermann (Hamburger Stimmsymposium)
- Funktionale Stimmtherapie (nach Rohmert & Schlaffhorst-Andersen)
- Atemtherapie, Klangarbeit & Stimmresonanz
- Stimmbildung & Gesang (u. a. an der Hochschule für Musik Mannheim)
- Stimmanpassung: Resonanzarbeit & Stimmaufbau im Rahmen von Transitionen
Neurologische Erkrankungen
Wenn Kommunikation zur Herausforderung wird
Eine neurologische Erkrankung verändert oft nicht nur den Körper – sondern auch die Kommunikation. Worte fehlen, die Aussprache wird undeutlich, das Schlucken schwierig. Für viele Betroffene wird das Sprechen zur Anstrengung – und für Angehörige der Austausch im Alltag zunehmend belastend.
In dieser Situation kann Logopädie helfen: Sie unterstützt dabei, Kommunikationsfähigkeit zu erhalten, Ausdrucksmöglichkeiten zurückzugewinnen und die Lebensqualität spürbar zu verbessern – Schritt für Schritt und im eigenen Tempo.
In unserer Praxis begleiten wir Menschen mit neurologischen Erkrankungen individuell, fachlich fundiert und mit einem offenen Blick für ihre Lebensrealität. Dazu zählen u. a.:
- Morbus Parkinson
- Multiple Sklerose (MS)
- Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
- Chorea Huntington
- Schlaganfall / Schädel-Hirn-Trauma
- Post-COVID & entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems
Typische logopädische Störungsbilder bei neurologischen Erkrankungen:
Aphasie
Eine erworbene Sprachstörung, bei der das Sprechen, Verstehen, Lesen oder Schreiben beeinträchtigt sein kann – die Intelligenz bleibt dabei unbeeinträchtigt. In der Therapie arbeiten wir gezielt an den sprachlichen Fähigkeiten und suchen gemeinsam nach neuen Wegen der Verständigung.
Dysarthrie / Dysarthrophonie
Die Aussprache klingt verwaschen, die Stimme wird leiser oder angestrengter, die Atemführung unregelmäßig – infolge von Störungen in der Steuerung der Sprechmuskulatur. Die logopädische Arbeit zielt darauf ab, die Verständlichkeit zu verbessern und vorhandene Ressourcen zu stabilisieren.
Sprechapraxie
Die Muskulatur funktioniert, aber die Sprechbewegungen lassen sich nicht mehr sicher planen. Das führt zu verdrehten Lauten, Pausen oder Suchbewegungen beim Sprechen. In der Therapie helfen gezielte Übungen, die sprechmotorische Planung wiederaufzubauen.
Unsere Zusatzqualifikationen:
- Dysphagie-Therapie (z. B. Bethanien Heidelberg, Reha Bad Bergzabern)
- Dysarthrie & Sprechapraxie (Klinikum München-Bogenhausen)
- Aphasietherapie (Aphasiezentrum Lindlar)
- Systemisch-psychologische Begleitung bei Krankheitsverarbeitung
Demenz & Kommunikation
Wenn Sprache verloren geht
Demenz betrifft nicht nur das Gedächtnis, sondern verändert auch die sprachlichen Fähigkeiten: Worte fehlen, Sätze brechen ab, Gespräche werden mühsam. Für Betroffene bedeutet das oft Rückzug – für Angehörige Unsicherheit.
Je stärker die Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt ist, desto mehr droht Isolation. Das Fortschreiten der Erkrankung kann dadurch zusätzlich begünstigt werden. Hier setzt die logopädische Unterstützung an: Sie hilft, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und neue Wege der Verständigung zu erschließen.
In unserer Praxis begleiten wir Menschen mit Demenz individuell, einfühlsam und mit einem klaren Ziel: Die Freude an der Kommunikation so lange wie möglich zu bewahren – für mehr Lebensqualität und Teilhabe.
Wie Logopädie helfen kann:
- Übungen zur Förderung von Wortfindung, Satzbildung und Gesprächsführung
- Aufbau unterstützender Kommunikationsformen (z. B. visuelle, schriftliche oder gestische Mittel)
- Einfache, spielerisch aufgebaute Übungen – angepasst an Tempo und Tagesform
- Beratung & alltagstaugliche Anleitung für Angehörige und Betreuungspersonen
Was im Alltag unterstützen kann:
- Kurze, klare Sätze mit vertrauten Schlüsselwörtern
- Reduzierte Hintergrundgeräusche und langsames Sprechtempo
- Mehr Zeit zum Verstehen und Antworten
- Bild- und Schriftsprache zur Unterstützung
- Geduld statt Korrektur – Sicherheit vermitteln statt Druck
- Denn oft sind es kleine Impulse, die Verbindung schaffen – und den Zugang zur Welt offenhalten.
Schluckstörungen (Dysphagie)
Wenn das Schlucken nicht mehr selbstverständlich ist
Schlucken passiert bei gesunden Menschen unbewusst – rund 1.000 Mal am Tag. Doch wenn diese Fähigkeit beeinträchtigt ist, wird sie zur täglichen Herausforderung.
Eine Schluckstörung – medizinisch Dysphagie – kann nach einem Schlaganfall, durch neurologische Erkrankungen, Tumorbehandlungen oder im höheren Alter auftreten. Sie betrifft die Wahrnehmung im Mund- und Rachenraum (Sensorik), die Bewegungskoordination der Muskeln (Motorik) oder beides.
Typische Anzeichen sind Husten beim Essen, häufiges Verschlucken oder Unsicherheit beim Schlucken von Flüssigkeiten. In schwereren Fällen kann Speichel oder Nahrung in die Atemwege gelangen – das Risiko einer Aspiration entsteht. Bleibt sie unbemerkt (stille Aspiration), kann es zu wiederkehrenden Infekten oder sogar zu einer Lungenentzündung (Aspirationspneumonie) kommen.
Nicht behandelte Schluckstörungen können auch zu starker Gewichtsabnahme, Flüssigkeitsmangel, Mangelernährung oder allgemeiner Schwächung führen.
In unserer Praxis begleiten wir Menschen mit Dysphagie mit Erfahrung, Geduld und fachlicher Sorgfalt. Ziel ist, das Schlucken gezielt zu trainieren, Beschwerden zu lindern – und wieder mehr Sicherheit beim Essen und Trinken zu gewinnen.
Was wir gemeinsam erreichen möchten:
- Mehr Sicherheit im Alltag mit Nahrung und Flüssigkeit
- Vermeidung von Folgeerkrankungen wie Aspiration oder Lungenentzündung
- Anleitung zu schonenden Techniken und Hilfsmitteln
- Einbindung der Angehörigen – für mehr Verständnis und Unterstützung
Unsere Zusatzqualifikationen im Bereich Dysphagie:
- Dysphagie-Fortbildungen im interdisziplinären Kontext, u. a.:
- Schmieder-Kliniken Heidelberg
- Bethanien-Krankenhaus Heidelberg
- Edith-Stein-Rehaklinik Bad Bergzabern
Mehrsprachigkeit
Wenn mehrere Sprachen zum Alltag gehören
In vielen Familien gehört Mehrsprachigkeit ganz selbstverständlich zum Alltag – und ist ein großer Schatz. Doch wenn ein Kind in keiner Sprache richtig spricht oder sich die Sprachentwicklung verzögert, kann das Eltern verunsichern. Welche Sprache ist die richtige zu Hause? Muss ich gezielt fördern – oder lieber entlasten?
Wir unterstützen mehrsprachig aufwachsende Kinder mit sprachlichen Auffälligkeiten individuell, alltagsnah und mit viel Verständnis für kulturelle Hintergründe. In der Therapie wie in der Beratung orientieren wir uns an der Entwicklung Ihres Kindes – und an Ihren Fragen im Familienalltag.
Was wir gemeinsam klären können:
- Welche Sprache soll zu Hause gesprochen werden – und warum?
- Was tun, wenn das Kind in keiner Sprache richtig spricht
- Fördern, reduzieren, entlasten – was hilft wirklich?
Unser Ansatz:
Wir stärken die sprachlichen Fähigkeiten Ihres Kindes – unabhängig von der Muttersprache. Gleichzeitig erhalten Sie alltagstaugliche Hinweise, die Sicherheit im Umgang mit Mehrsprachigkeit geben.
Denn das Wichtigste beim Sprechen – egal in welcher Sprache – ist, dass es Freude macht. So entstehen echte Gespräche, gemeinsames Lernen und Verbindung.
Unsere Zusatzqualifikation:
- Sprachförderung nach dem KIKUS-Konzept (Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit, München)
Facialisparese / Gesichtslähmung
Wenn Mimik eingeschränkt ist
Die Mimik gehört zu unserem Ausdruck – sie zeigt, was wir fühlen, und schafft Verbindung. Wenn durch eine Facialisparese (Lähmung des Gesichtsnervs) Bewegungen plötzlich einseitig eingeschränkt sind, kann das sehr verunsichern. Das Lächeln wirkt ungewohnt, ein Auge schließt sich nicht mehr vollständig, die gewohnte Kontrolle über das Gesicht fehlt.
In dieser Situation stehen wir Ihnen mit gezielter logopädischer Begleitung zur Seite. Gemeinsam arbeiten wir daran, die Beweglichkeit der Gesichtsmuskulatur zu fördern, die Koordination zu verbessern und das Vertrauen in die eigene Ausdrucksfähigkeit zurückzugewinnen. Mit symmetrischen Bewegungsabläufen, gezielter Reizsetzung und regelmäßigem Training unterstützen wir die Reaktivierung des betroffenen Nervs – und beugen einem Rückgang der Mimik (Atrophie) vor.
Was wir tun:
- Aktivierung des Gesichtsnervs durch therapeutische Übungen
- Förderung symmetrischer Bewegungsabläufe im Gesicht
- Anleitung zu regelmäßigen, alltagstauglichen Übungssequenzen
Ein früher Therapiebeginn und eine kontinuierliche Begleitung können den Verlauf positiv beeinflussen. Wir begleiten Sie mit Erfahrung, Geduld und Einfühlungsvermögen – Schritt für Schritt zurück zu mehr Sicherheit im Ausdruck.
Unsere Zusatzqualifikation:
- PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation) bei Facialisparese (Fortbildung bei Ralf Rosenberg)